Online belästigt werden

Es ist super, dass wir mit Bekannten, Freunden oder der Familie über Messenger-Dienste Nachrichten austauschen können. Und es macht Spaß, über soziale Netzwerke miteinander verbunden zu sein. Richtig ärgerlich ist es, wenn Leute, von denen du das nicht möchtest, dir Nachrichten schicken oder deine Online-Inhalte kommentieren.

Oft geht es um Anmache oder sexuelle Belästigung – siehe dazu unser Thema „Sexuell belästigt werden”. Durch Kontakte in sozialen Netzwerken oder die Verbreitung von Mobilnummern kann es aber auch zu weiteren Formen der Belästigung kommen.

Ob du Ziel von unerwünschter Kontaktaufnahme oder Belästigung wirst, hängt unter anderem von zwei Faktoren ab.

Sichtbarkeit

Du kannst deine Konten so einstellen, dass nur bestimmte Personen die Inhalte sehen und kommentieren können. Das schützt dich vor beleidigenden Kommentaren Dritter. Überlege gut, wie du deine Profile und Konten einstellst und wie viel du von dir preisgibst. Manchmal ist weniger mehr.

Erreichbarkeit

Alle, die Zugang zu deiner Mobilnummer haben, können dich anrufen, dir eine SMS oder eine Whatsapp-Nachricht schicken. So erreichen dich auch Leute, die du nur flüchtig oder gar nicht kennst. Überlege lieber zweimal, wem du deine Mobilnummer gibst.

Online-Belästigung – Beispiele
  • Unangenehme, negative Kommentare zu deinen geposteten Beiträgen und Bildern (mehr dazu unter „Gemobbt werden“)
  • Beiträge oder Links zu Beiträgen mit unangenehmen Inhalten, z. B. Pornografie oder Nacktbilder von Schülerinnen oder Schülern (mehr dazu unter „Sexuell belästigt werden„), Gewalt oder Ekel- und Gruselvideos (mehr dazu unter „Respektlose Bilder & Filme” und „Darstellung von Gewalt„)
  • Kettenbriefe mit nervigen Inhalten oder Drohungen (mehr dazu unter „Kettenbriefe“)
  • Meldungen zu aktuellen Themen, die Falschmeldungen (mehr dazu unter „Fake News“) oder diskriminierende Botschaften (mehr dazu unter „Hass im Netz“) enthalten
  • Nachrichten oder E-Mails, die Viren enthalten oder dich ausfragen, um z. B. Login-Daten und Passwörter zu erfahren, sogenanntes „Phishing” (mehr dazu unter „Hacker & Spione“)
  • Unerwünschte Werbung als Meldung, Nachricht oder E-Mail, auch Spam oder Junk-Mail genannt. Das kann harmlose Werbung sein, es kann aber auch um Abzocke gehen (mehr dazu unter „Abo- & Kostenfallen“)
Erste Hilfe-Tipps bei Online-Belästigungen
  • Nutze die Meldefunktionen bei problematischen Bildern, Videos oder Texten oder blockiere Personen direkt in der App. Wie das funktioniert, erfährst  du auf dder Seite „Probleme melden“ oder beim ‘Kompass Social Media’.
  • Dokumentiere die Übergriffe. Sichere Beweise, indem du Chatverläufe sicherst und Screenshots machst. Die Dateien kannst du auf dem Smartphone oder PC speichern.
  • Informiere dich über aktuelle Abzocke-Maschen (Abo- und Kostenfallen, Kettenbriefe, Werbelinks, …) und die richtige Reaktion darauf, z. B. beim Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: checked4u.de
Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


Logo - Nummer gegen Kummer

Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
  • em@il-Beratung
  • Einfache Anmeldung online
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www.nummergegenkummer.de


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Anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche
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  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort in der Regel innerhalb von 48 Stunden

www.JUUUPORT.de


Logo der bke Jugendberatung
Fühlst du dich im Netz belästigt? Kommt dir jemand zu nahe?
  • Onlineberatung durch Fachkräfte
    per Mail, Chat, Forum
  • Für Jugendliche von 14 – 21 Jahren
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
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www.bke-jugendberatung.de


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  • Beratung, Hilfe und Unterstützung bei Anmache im Netz, (Cyber-)Mobbing, Problemen mit Sexting, sexuellem Missbrauch, Zusendung von Pornos oder anderen sexuellen Übergriffen
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  • E-Mail: beratung@save-me-online.de
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  • Hilfetelefon: 0800 22 55 530
    Mo, Mi, Fr von 9 bis 14 Uhr, Di, Do von 15 bis 20 Uhr

www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn du mit unangenehmen Texten, Bildern, Videos oder Kommentaren, z.B. Nacktbildern, Pornografie, Gewaltdarstellungen, Beleidigungen oder Hetze belästigt wirst, solltest du das melden. Die Beschwerdestellen prüfen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt und der Account der Täterinnen oder Täter nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.