Spione & Hacker

Du bist online? Zack – schon wirst du beobachtet! Beim Smartphone greifen Apps zu auf deine Kontakte, Bilder, Standorte und einiges mehr. Surfst du im Internet, hinterlässt du Spuren: die Seiten, die du besuchst, die Suchbegriffe, die du eingibst, die Videos, die du schaust, wo und mit welchem Gerät du gerade online bist. Du darfst zwar kostenlos die Apps und Dienste von Facebook, Google & Co. nutzen. Aber zahlen tust du trotzdem: mit deinen Daten, die gesammelt werden. Du wirst ausspioniert.

Das Ausspionieren durch Anbieter von Apps und Diensten ist das eine Risiko. Datenklau durch Hackerangriffe ein weiteres.

Datenspione & Analysen

Deine Daten sind wertvolle Informationen. Facebook, Google, Apple, Amazon, Microsoft und Netflix sammeln und verkaufen deine Daten an andere Unternehmen. Diese Unternehmen wissen dann z. B., was dich interessiert und welche Werbung eingeblendet werden sollte.

Computer & Algorithmen

„YouTube wird von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt – das entspricht fast einem Drittel aller Internetnutzer. Täglich werden Videos mit einer Gesamtdauer von einer Milliarde Stunden auf YouTube abgespielt und Milliarden Aufrufe generiert.” Diese Infos stehen auf der Presseseite von YouTube.

Das ist ein Beispiel für die riesigen Datenmengen, die von Computerprogrammen, sogenannten Algorithmen, ausgewertet und analysiert werden. Analysiert werden dabei auch die User. Es geht nicht nur darum, herauszufinden, welche Werbung gut passen würde. Es werden auch richtige Persönlichkeitsprofile erstellt. Diese Infos werden dann von Unternehmen gekauft, die z. B. passende MitarbeiterInnen suchen. Oder von Banken, die sicher sein wollen, dass die Kredite pünktlich zurückgezahlt werden.

Netflix & „A Christmas Prince“

„An alle 53 Personen, die sich in den vergangenen 18 Tagen jeden Tag ‘A Christmas Prince’ angeschaut haben: Wer hat euch bloß so verletzt?” twitterte das Social Media-Team von Netflix im Dezember 2017. Vielen Netflix-Usern wurde dadurch plötzlich klar, dass nicht nur Statistiken über die Filmauswahl geführt werden. Es werden auch Rückschlüsse auf die persönliche Situation der ZuschauerInnen gezogen. Auf der Hilfeseite „Datenschutz & Sicherheit” im Netflix-Hilfe-Center erhälst du Infos zur Datennutzung und Tipps zu Datenschutzeinstellungen.

Absicherung durch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen

In den AGB und Datenschutzbestimmungen der App- und Diensteanbieter wird natürlich erklärt, dass sie Daten sammeln und damit handeln. Allerdings nicht sehr verständlich formuliert. Nutzt du die Apps und Dienste, stimmst du diesem Vorgehen somit automatisch zu.

Hacker & Datenklau

Neben dem normalen Datenhandel kommt es immer wieder zu Datenlecks, Datenpannen und Datenskandalen. Hier ein paar Beispiele:

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


Logo JUUUPORT Beratung
Anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche
  • Persönliche Online-Beratung durch Scouts
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort in der Regel innerhalb von 48 Stunden

www.JUUUPORT.de


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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

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Du hast eine Frage oder ein Problem und möchtest sofort mit jemandem reden?
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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.