Extremismus

Extremistische Ansichten und Weltbilder sind im Internet aktuell sehr verbreitet. Das ist ein echtes Problem.

Von Rechtsextremismus hast du vielleicht schon einmal gehört. Oder er ist dir online begegnet. Seit einigen Jahren findet man im Internet auch IS-Propaganda. Das sind Texte, Bilder und Filme, die von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Umlauf gebracht werden.

Rechtsextremismus

Rechtsextremistische Angebote sind meist sehr trendy und für Jugendliche ansprechend aufgemacht. Die eigentliche Botschaft versteckt sich oft hinter dem coolen Erscheinungsbild (Gesunde Ernährung, Tier- und Naturschutz, Freizeitangebote). Vor allem auf den Seiten der rechtsextremistischen „Identitären Bewegung“ findet man viele „Nipster“ = Nazi + Hipster. Sie setzen Instagram ein, um über harmlose Inhalte und Hashtags Follower zu bekommen. Es kann also passieren, dass du einer Person mit rechtsextremem Hintergrund folgst, ohne es zu wissen.

Islamischer Staat und Salafismus

IS-Anhänger werben im Internet auf allen Kanälen für ihre menschenverachtenden Botschaften mit Bildern, Texten und Videos. In Deutschland wird der islamistische Extremismus vor allem durch salafistische Prediger verbreitet. Beim Salafismus geht es um eine besonders strenge Auslegung des Koran. Die Gruppe der gewaltbereiten Salafisten nennt man Dschihadisten.

Strafbare Inhalte

Viele extremistische Inhalte, wie z. B. Logos, Sprüche oder Symbole, sind in Deutschland vom Verfassungsschutz verboten. Dazu gehören die IS-Flagge und das Hakenkreuz. Wer solche Inhalte online findet, sollte diese Seiten melden, z. B. bei www.hass-im-netz.info. Weitere Möglichkeiten findest du weiter unten bei „Melden/Beschweren“.

Unter der IS-Propaganda gibt es viele brutale Inhalte, die dich schockieren können. Auch diese Texte, Bilder und Videos gehören zu den strafbaren Inhalten. Mehr dazu findest du unter „Darstellung von Gewalt“.

Du machst dir Sorgen um eine Freundin oder einen Freund?

Eine deiner Freundinnen oder ein Freund stehen in Kontakt zu einer extremistischen Gruppe? Manchmal fällt es schwer, da wieder rauszukommen. Sprich direkt mit ihr oder ihm darüber und zeige, dass du da bist und helfen möchtest. Aber vergiss nicht: Es ist nicht deine Aufgabe, das Problem zu lösen. Als Freundin oder Freund seid ihr euch dafür zu nahe und es fehlt der Blick von außen. Ermutige sie oder ihn, sich Hilfe zu holen. Oder hole dir das Einverständnis, dass du dich um Hilfe kümmern darfst. Kontakte zu Beratungsstellen findest du weiter unten auf dieser Seite.

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


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  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
  • em@il-Beratung
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Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn du im Internet extremistische Inhalte findest, z. B. Hass und Hetze gegen bestimmte Menschengruppen, solltest du das melden. Die Beschwerdestellen prüfen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.